8 Sekunden

Film: 8 Sekunden
Länge:
116 Minuten
Altersempfehlung:
Ab 14 Jahren
FSK-Freigabe:
Ab 12 Jahren
Regie:
Ömer Faruk Sorak
Darsteller:
Esra Inal, Fahri Yardim, Firat Çelik, Sema Poyraz, Salih Kalyon u. a.
Genre:
Tragikomödie
Land:
Deutschland, Türkei, 2015

Die spätgeborene Tochter eines bereits in die Jahre gekommenen türkischen Ehepaares in Berlin entwickelt sich zum bezaubernden Wirbelwind. Das Lebensumfeld und die rigiden Erwartungen der Erwachsenen setzen ihrer überbordenden Fantasie jedoch immer wieder harte Grenzen. Als junge Frau rebelliert Esra offen gegen die Konventionen der türkischen Traditionen. Sie widersetzt sich den Geboten ihres Onkels, in dessen Familie sie aufwächst, heiratet und lässt sich bald wieder scheiden. Schließlich gerät sie an einen sympathischen Deutschtürken, der allerdings ein Hasardeur und in Drogengeschäfte verwickelt ist. Beide genießen den Spaß am Leben, bis Ezra immer stärker von Albträumen heimgesucht wird und zugleich übersinnliche Fähigkeiten entwickelt. Über den Aufenthalt in der Psychiatrie und einen Selbstmordversuch hinweg findet sie am Ende zu sich selbst.

Der Filmtitel beruht auf einer kosmischen Perspektive, in der die Sonne in 255 Mio. Jahren einmal um die Milchstraße kreist, ein menschliches Leben also nur acht Sekunden eines Sonnenjahres dauert. Dem Film gelingt es, die türkische Kultur und Sprache mit vielen Passagen auf türkisch mit deutschen Untertiteln fest in einen deutschen Mainstreamfilm einzubetten, der von der Komödie bis zur Tragödie, vom Krimi bis zum Melodram die unterschiedlichsten Stile und Genres miteinander verknüpft. Das ist das große Potenzial dieses zwischen Kitsch und Kommerz oszillierenden Films mit esoterischer Grundhaltung, leider aber auch seine Schwäche. Das gilt insbesondere bei den logisch inkonsequenten Abstechern in die Welt der Psychiatrie. Wunderbar digitalisierte Traumwelten und eine starke Hauptfigur, die in ihrem eigenen Leben schon ähnliche Erfahrungen wie die Rollenfigur gemacht hat und heute Esoterik-Kurse für Erwachsene anbietet, können über die Schwächen des bildgewaltigen Films nicht ganz hinwegretten. Am stimmigsten ist der erste elliptisch erzählte Teil der Geschichte, die im weiteren Verlauf jedoch ausufert.

Holger Twele

Weitere Angaben

Filmtyp: Farbe

DVD-Bildformat: 1:2,40/16:9

Ton: Dolby Digital 5.1

Sprachen: Deutsch DD 5.1/Türkisch DD 5.1

Untertitel: Deutsch/Englisch/Türkisch

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Anbieterangaben beruhen auf Informationen zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung (20. Woche 2016).